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Reisebericht Malpelo - Kolumbianischer Pazifik Tauchexpedition mit MV Yemaya 29. Januar bis 8. Februar 2016

Arthur Portmann - 01. November 2016 - Tauchreisen

Nachdem ich die letzten 3 Jahre Malpelo nur in der Warmwasser Reisezeit besucht hatte war es wieder mal Zeit die Insel mit anderen Bedingungen auszutesten. Am 31 Januar schifften wir im Fischerhafen Puerto Mutis auf die MV Yemaya ein, voller Erwartungen und Neugier, was uns dieses Welt Top-Haitauchen Reiseziel dieses mal zu bieten hat. Nach 33 Stunden Bootsfahrt über den Ostpazifischen Ozean kamen wir am 2. Februar in den frühen Morgenstunden in der Insel SFF Malpelo an.

Malpelo from José Mª Esteban - Infantes on Vimeo.

Es ist immer wieder erstaunlich, wenn plötzlich die majestätischen Felsen aus der Mitte des scheinbar  endlosen Ozeanes hervorragen. Die Vorstellung, dass dies nur die Spitze einer 4000 Meter tiefen Felsformation ist füllt einen mit einem Gefühl aus Faszination und Respekt.

Januar und Februar ist die Trockenzeit mit kälteren Gewässern und oft starken Nordwinden in Malpelo, gleich bei der Ankunft fanden wir einen kristallklarem und blauem Himmel und einen ziemlich heftigen Wellengang besonders auf der Nordseite vor.

Zusammen mit den anderen Tauchguide Jaime aus Kolumbien war meine erste Aufgabe die Bojenleine von Altar de Virginia auf der Nordseite zu finden. Malpelo bietet nur 2 Bootsanlegeplätze und die kann man bei weitem nicht als geschützt bezeichen. Es war nicht einfach, das Seil zu finden, die Strömung war ziemlich heftig und die Sicht verschwommen, aber der Job war nach einer halben Stunde und viel Schwimmen getan. Unsere Gäste waren natürlich ungeduldig und wollten austesten, was Malpelo unter Wasser zu bieten hatte.

Den Check out Tauchgang führten wir im Altar de Virginia durch und die Bogenstirn-Hammerhaie  begrüßten uns auch sofort. Auf 30 Meter Tiefe im Sandbereich große Gelbschwanzmakrelen führten ihre Tanz um den Hai-Zähler auf. Wir setzten den Tauchgang an der Wand entlang fort, Richtung Westen zum Tauchplatz Cara de Fantasma, gelegen an der nordwestlichen Ecke von Malpelo. Hammerhaie begegneten uns in kleinen Gruppen den ganzen Weg und am Ende erhöhte sich die Anzahl beträchtlich zu Gruppen von bis zu 30 Tieren.

Später im Laufe des Tages nahmen die Nordwinde stark zu  und wir mussten unsere Tauchaktivitäten auf die Westseite verlegen, was aber nicht wirklich ein Problem war, da der Tauchplatz Nevera (Kühlschrank) eine der besten Hammerhai Putzerstationen der Insel Malpelo bietet. An diesem Tag beobachteten wir hier eher kleinere Gruppen, aber immer noch ein wunderbares Taucherlebnis.

Die nächsten Tage nahm die Windstärke glücklicherweise ab und wir konnten sowohl die Nordseite als auch die westliche Seite Malpelos betauchen. Der Pinnacle im Süden “La Gringa” hatte recht kaltes Wasser, geringe Sichtweiten und wenig Haie, so dass wir unsere Tauchgänge an der West- und Nordseite Malpelos konzentriert. Die meiste Unterwasseraktion während dieser Reise war auf die Nordwestseite konzentriert, so dass wir unsere Tauchgänge fast alle dort durchführten. Selbst die großen Meeräsche Schnapper Schulen welche sich in der Regel in 3 Musketiere und im tiefen Unterwasserberg Acuario aufhalten, bevorzugten während dieser Reise diese Ecke von Malpelo.

Das ist das interessante und faszinierende an Malpelo, feste Regeln gibt es nicht wirklich, alles hängt von den ständig wechselnden Bedingungen und Strömungen ab.

Auf dieser Reise hatten wir permanent mittlere bis starke Strömungen mit tendenz zu stark, auch die Gezeiten gaben uns keine Pause. Es war ein Ding der Unmöglichkeit die exponierten Pinnacles zu betauchen. Glücklicherweise hatten wir noch zweimal die Gelegenheit, durch den schönen Durchwimmer der Gringa zu tauchen. Ein Sammelsurium an goßen Schwärmen und alle Arten von Schnappern.

Die Galapagos-Haie erschienen spät, erst ab dem dritten Tag konnten wir einige große Tiere auf Altar de Virginina und Cara de Fantasma beobachten, große Begeisterung kam unter unseren Foto- und Videografen auf.

Am letzten Tauchtag der Malpelo Reise nahmen die Winde stark zu und wir mussten sämtliche Aktivitäten abbrechen und die Insel verlassen. Uns blieben viele schöne Eindrücke. Man sagt  nie wirklich Abschied von Malpelo, sondern lässt immer die Möglichkeit offen zurückzukehren.

Bericht von Arthur Portmann, Padi Staff Instruktor 170357

 

 Malpelo Tauchsafaris

 

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